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Kein gesetzliches Widerrufsrecht im Heizölfernabsatz

Steinkohle

Steinkohle ist der Oberbegriff für alle Steinkohlesorten. Eine Klassifizierung erfolgt nach Korngröße und Gehalt an flüchtigen Bestandteilen.

Hierzu zählen:

  • Gasflammkohle ca. 33 bis 40 % fl. Bestandteile
  • Gaskohle ca. 28 bis 35 % fl. Bestandteile
  • Fettkohle ca. 18 bis 30 % fl. Bestandteile
  • Esskohle ca. 14 bis 20 % fl. Bestandteile
  • Magerkohle ca. 10 bis 14 % fl. Bestandteile
  • Anthrazitkohle unter 10 % fl. Bestandteile

 

Anwendungshinweis:
Wenn die Temperaturen sich dem Nullpunkt nähern und Sie sich zu Hause wohlige Wärme wünschen, dann sind Brennstoffe mit hohem Heizwert gefragt. Steinkohleprodukte sind hochenergetische Festbrennstoffe für traditionelle Öfen, die mit einer Rostfeuerung ausgestattet sind. In bestimmten Situationen kann es sinnvoll sein, Steinkohle und Braunkohle zu mischen.

Achten Sie auf die Herstellerangaben Ihres Heizgerätes!

Einsatzgebiete:

  • Etagen- und Zentralheizungen
  • Automatiköfen
  • Kochherde
  • Kamine
  • Kachelöfen
  • Retortenbrenner
  • Bergmannskessel
  • Füllschachtkessel
  • Unterschubfeuerung
  • Wanderrostfeuerung

Vorteile:

  • Dauerbrand
  • geringer Mengeneinsatz
  • ideal für konstante Wärme
  • gemütliche Atmosphäre
  • gute Regulierbarkeit bei Anthrazit

 

Anthrazit - Nusskohle

Im Hausbrand hat nur noch Anthrazitkohle praktische Bedeutung. Hier ist der wesentliche Unterschied zu anderen Sorten die Härte des Steins und damit die Sauberkeit. Der niedrige Gehalt an flüchtigen Bestandteilen drückt sich u.a. auch in der Regelbarkeit in Brennöfen aus. Heizkessel mit Anthrazit können bis ca. 5 % ihrer Nennleistung gedrosselt werden und bieten damit eine gut regelbare Wärmequelle für das ganze Jahr. Anthrazitkohle ist bruchfest und hat kaum Abrieb. Sie ist gleichermaßen ideal für Dauerbrandöfen, Allesbrenner und Herde geeignet. Feinkörniges Anthrazit Nuß 5 (08 – 16 mm) hat zudem den Vorteil der automatischen Beschickung in Öfen.

 

Steinkohlenkoks:

Steinkohlenkoks hat im Wärmemarkt kaum noch praktische Bedeutung. Er verbrennt ähnlich wie Anthrazit und eignet sich prima für handbefeuerte Zentralheizungen. Heute wird Steinkohlenkoks im Wesentlichen nur im Hochofen eingesetzt. Er ist zudem deutlich teurer als Anthrazit.

 

Steinkohlenbrikett

Steinkohlenbriketts sind aus Anthrazit gefertigte Formkohlen mit hoher Festigkeit und geringem Abrieb. Sie sind zündfreudig und verbrennen nahezu rauchfrei. Die natürliche Kombination aus niedrigem Asche- und hohem Energiegehalt erhöht den Bedienungskomfort. Der geringe Schwefelgehalt und ausgewählte Bindemittel sorgen zudem für eine umweltschonende Verbrennung. Eierkohle, wie sie im Volksmund auch genannt wird, besteht aus mit meistens Zellulose verklebter und gepresster Feinkohle, also Kohlenstaub bzw. Feinkohle. Das Produkt wird in Deutschland nicht mehr hergestellt und kommt gelegentlich aus England.

 

Fettkohle

Anwendung teilweise in nichtindustrieller Feuerung. Diese Sorte kann auch als Schmiedekohle eingesetzt werden. Sie eignet sich für Spezialfeuerungen im Industriebereich.

 

Gaskohle

Diese Sorte dient in der Regel zur Koksherstellung. Die Kohle wird unter Sauerstoffabschluss verglüht, wobei das Gas entweicht und als so genanntes "Stadtgas"(giftig) aufgefangen wird. Die Glut wird mit Wasser gelöscht und übrig bleibt Koks. Diese Kohle ist stark blähend und eignet sich deshalb weniger für industrielle Einsätze und keinesfalls für Unterschubfeuerung.