Lexikon

Wissenswertes über Dieselkraftstoff im Winter

Die allgemeinen Mindestanforderungen an Dieselkraftstoff einschließlich der Kälteeigenschaften sind in der DIN EN 590 festgelegt.

Diese Anforderungen werden in enger Zusammenarbeit zwischen Automobilherstellern und Mineralölindustrie sowie weiteren Beteiligten wie z.B. Vertretern aus Ministerien und Verbraucherschutzorganisationen festgelegt und aktuell gehalten.

Die Kältetauglichkeit des Dieselkraftstoffes ist in Abhängigkeit von der Jahreszeit im nationalen Anhang der Anforde- rungsnorm festgelegt und wird über die Filtrierbarkeit, dem sogenannten CFPP (Cold Filter Plugging Point), gemäß eines Laborprüfverfahrens ermittelt.

  • Der Kraftstoff muss in den Übergangszeiten, vom 1. Oktober bis 15. November sowie vom 1. März bis 14. April, jeweils eine Filtrierbarkeit bis - 10 Grad Celsius gewährleisten.
  • Für die Winterzeit vom 16. November bis Ende Februar fordert die Norm eine Filtrierbarkeit bis mindestens - 20 Grad Celsius nach dem genormten Laborverfahren.

Die Einhaltung dieser Werte wird im Rahmen von stichprobenartigen Kontrollen durch die Mineralölgesellschaften selbst sowie den Gewerbeaufsichtsämtern überwacht.

Winterdiesel bildet beim Abkühlen erfahrungsgemäß ab etwa - 7 Grad Celsius Wachskristalle und wird dadurch trübe. Durch den Einsatz von geeigneten Additiven, die bereits in der Raffinerie beigemischt werden, wird das Wachstum der Kristalle soweit eingeschränkt, dass die nach Norm geforderte Filtrierbarkeit eingehalten wird. In extremen Kälteperioden können selbst bei normgerechten Dieselkraftstoffen bereits bei Temperaturen wärmer, d.h. oberhalb von - 20 Grad Celsius, Start- und Fahrbarkeitsprobleme auftreten. Dies liegt unter anderem daran, dass das genormte Laborstandardverfahren nicht repräsentativ für alle in der Realität vorkommenden Gegebenheiten im Fahrzeug ist.

 

Weitere Informationen erhalten Sie unter: 06894-52072.

Auf der folgenden Seite erfahren Sie Allgemeines zum Heizölpreis.

Der Heizölpreis allgemein

Der Rohstoff Öl ist eine der wichtigsten Handelswaren weltweit und wird an großen Rohstoffbörsen gehandelt. Viele Aspekte haben dabei Einfluss auf den Rohölpreis: Neben dem weltweiten Angebot und der Nachfrage sowie deren erwarteter Entwicklung, spielen beispielsweise auch geopolitische Fragen und die Auslastung von Förder- und Verarbeitungskapazitäten eine Rolle. Dazu kommt der Einfluss der Finanzmärkte auf die Ölpreise.

Preisbestandteile

Der Heizölpreis setzt sich aus dem sogenannten Produktenpreis, der Energie- und Mehrwertsteuer sowie dem Deckungsbeitrag zusammen. Aktuelles Beispiel: Nach Angaben des Mineralölwirtschaftsverbandes (MWV) betrug im April 2016 der bundesdurchschnittliche Heizölpreis bei einer Abnahme von 3.000 Litern 44,92 Cent je Liter. Der größte Anteil entfällt dabei auf den Produktenpreis sowie Steuern. Dem Mineralölhandel verblieb ein Deckungsbeitrag von 4,12 Cent. Nur diesen Deckungsbeitrag können die Mineralöl-Handelsunternehmen beeinflussen. Er enthält unter anderem die Kosten für Transport, Lagerhaltung, gesetzliche Bevorratung, Personal, Vertrieb und Verwaltung sowie den Aufwand für Neu- und Ersatzinvestitionen und schließlich den Gewinn. Die Kunden profitieren vom Wettbewerb der gut 2.000 meist mittelständischen Heizölanbieter. Der sogenannte Produktenpreis ist der Einkaufspreis auf den internationalen Ölmärkten. Neben Angebot und Nachfrage wird er durch viele politische und wirtschaftliche Faktoren beeinflusst, die sich teilweise gegenseitig überlagern. Auch der Dollarkurs spielt hier eine große Rolle.

Ihren aktuellen Heizölpreis im Saarland können Sie sich hier tagesaktuell berechnen. 

Energiesteuer

Im Energiesteuergesetz ist festgelegt, dass für Heizöl EL eine Energiesteuer erhoben wird. Der Steuersatz für schwefelarmes Heizöl liegt bei 6,14 Cent pro Liter – und zwar unabhängig davon, wie viel Heizöl gerade kostet. Das bedeutet, dass der Anteil der Energiesteuer am Heizölpreis bei sinkendem Preis deutlich steigt. Die im Heizölpreis enthaltene Mehrwertsteuer wird auch auf den Energiesteueranteil erhoben.

Quelle: Institut für Wärme und Oeltechnik e. V. (IWO)

Heizöl sparen

Effizient heizen
  • Möbel oder Vorhänge vor den Heizkörpern behindern die Wärmeausbreitung. Das gilt ebenfalls für Heizkörperverkleidungen und Wäschestücke oder Handtücher, die zum Trocknen über oder vor Heizkörper gehängt werden.
  • In wenig genutzten Räumen, bei Abwesenheit und während der Nacht die Raumtemperatur absenken.
  • Allerdings nicht unter 14 bis 16 °C, um Feuchte- oder Frostschäden vorzubeugen.
  • Überhitzte Räume sind ungesund und erhöhen die Heizkosten. Als Faustregel gilt: Die Absenkung der Raumtemperatur um ein Grad reduziert den Energieverbrauch um rund sechs Prozent. Dabei sind für jeden Raum auch unterschiedliche Temperaturen sinnvoll.
  • Heizöl Premium nutzen um einen höheren thermischen Wirkungsgrad zu erreichen und von Richtig lüften
  • Fenster in Dauerkippstellung treiben den Energieverbrauch in die Höhe. Stattdessen die Räume in der warmen Jahreszeit drei- bis viermal täglich für jeweils fünf bis zehn Minuten bei weit geöffneten Fenstern durchlüften. Im Winter mit etwa zwei bis fünf Minuten kürzer, aber häufiger stoßlüften. Dabei die Heizkörperventile schließen, sonst laufen sie auf Hochtouren.
  • Beim Duschen oder Kochen die Türen von Bad und Küche schließen und danach gut lüften, damit der Wasserdampf nach draußen entweicht. Andernfalls kann die Feuchtigkeit an den kühlen Wänden zu Schimmel führen.
  • Türen zu weniger beheizten Räumen wie dem Schlafzimmer geschlossen halten, damit sich kein Tauwasser an den kühlen Außenwänden bildet. Kellerräume im Sommer sparsam lüften und nur dann, wenn die Luft draußen kälter ist als drinnen, damit sich die warme feuchte Außenluft nicht an den kalten Kellerwänden niederschlägt.Energieverlust vermeiden
  • Energieverlust vermeiden
  • Herabgelassene Rollläden und geschlossene Vorhänge – ohne die Heizkörper zu verdecken – verringern den Wärmeverlust durch die Fenster, gleichzeitig schützen sie vor Zugluft.
  • Während der Heizperiode Dachboden- und Kellerfenster geschlossen halten.
  • Wenn Heizkörper gluckernde Geräusche abgeben und nicht mehr richtig warm werden, müssen sie entlüftet werden. Denn bei Luftblasen im Heizsystem kann das Wasser nicht mehr ausreichend zirkulieren.
  • In Heizkörpernischen verringert eine wärmereflektierende Thermofolie übermäßige Energieverluste. Sie wird auf die Wand hinter dem Heizkörper geklebt.
  • Wenn ein Heizkörper unverändert warm bleibt, ist dies ein Indiz für ein defektes Thermostatventil. Auch schwergängige Thermostate regulieren die Temperatur nicht mehr korrekt und sollten ausgetauscht werden.
  • Durch eine regelmäßige Wartung durch den Fachmann hält die Heizung länger und verbraucht weniger Brennstoff.

Weitere Informationen erhalten Sie unter 06894-52072

Quelle: Institut für Wärme und Oeltechnik e. V. (IWO)

Heizöllagerung

Viele Hausbesitzer mit einer Ölheizung fragen sich, wie lange man Heizöl lagern kann. Nach einer Heizungsmodernisierung können viele Hausbesitzer den alten Heizöltank weiter benutzen – sofern er intakt ist. In der Regel fasst der Tank aber einen viel größeren Brennstoffvorrat, als die neue, sparsame Öl-Brennwertheizung innerhalb von ein oder zwei Jahren verbraucht. Eine Tankfüllung reicht mitunter also für mehrere Jahre. Gerade bei den derzeit günstigen Heizölpreisen ist es für Hausbesitzer verlockend, den Tank komplett zu füllen.

Kann man das Heizöl als Energievorrat so lange lagern? Ja, wenn es richtig gelagert wird. Heizöl ist ein Naturprodukt, das im Laufe der Zeit altert. Dabei bilden sich je nach Lagerung mehr oder weniger Ablagerungen, die auf den Boden der Tankanlage sinken. Ist die fachgerecht installiert, beeinträchtigt das die Heizung jedoch in keiner Weise.

Ob ein Tank fachgerecht eingerichtet ist, kann Ihnen Tankschutzfachbetrieb oder Heizungsbauer mit der Zulassung des WHG vor Ort beurteilen. Der Tankschutz-Fachmann sagt Ihnen auch, ob der Tank gereinigt werden sollte oder ob einzelne Bauteile auf den neuesten Stand gebracht werden müssen. Wie ist die optimale Lagerung von Heizöl

Wie ist die optimale Lagerung von Heizöl

Kein Tageslicht
Wenn die Öltanks aus lichtdurchlässigen Materialien bestehen, wie Batterietanks aus Kunststoff oder GFK, sollte der Tank selbst vor Lichteinfall geschützt werden. Fenster des Tankraums können beispielsweise mit Folie abgedunkelt werden.

Konstante Temperatur
Die ideale Lagertemperatur für Heizöl liegt zwischen 5 und 15 Grad Celsius. Der Öltank sowie die Ölleitungen sollten in jedem Fall frostfrei installiert sein. Nur so ist sichergestellt, dass es nicht zu einer Paraffinausscheidung im Heizöl kommt, was zu Anlagenstörungen führen kann. Falls dies nicht gewährleistet werden kann, benötigt Ihre Anlage ein Additiv für Heizöl, das im Winter die Fließeigenschaft bei tiefen Temperaturen von Heizöl, aufrechterhält.
Die Entstehung von Kondenswasser wird durch eine möglichst konstante Temperatur weitgehend verhindert. Kondenswasser entsteht beispielsweise bei stark schwankenden Temperaturen an den Innenwänden von Stahltanks. Da Wasser schwerer ist als Öl, sinkt es zu Boden und kann in größeren Mengen ebenfalls den Betrieb stören sowie zu Korrosion führen.

Geringer Sauerstoffeintrag durch Einstrangsystem
Ölleitungen können prinzipiell im Ein- und im Zweistrangsystem installiert sein. Bei der Neuerrichtung und bei einer wesentlichen Änderung muss die Ölleitung im Einstrangsystem installiert werden – und das aus gutem Grund: Beim Einstrangsystem verläuft vom Heizöltank bis zum Vorfilter nur eine Ölleitung. Dem Tank wird über diese Saugleitung genau so viel Heizöl entnommen wie tatsächlich am Brenner benötigt wird. Es muss kein Öl zum Tank zurückgeführt werden und dementsprechend gibt es keinen Sauerstoffeintrag durch den freien Fall des Heizöls aus der Rücklaufleitung in den Öltank. Das verbessert die Lagerbedingungen und verringert die Bildung von Ablagerungen.

Weitere Informationen erhalten Sie unter 06894-52072

Quelle: Institut für Wärme und Oeltechnik e. V. (IWO)

Dieselfahrzeuge im Winter

Rechtzeitiges Tanken von Winterkraftstoff vor Beginn der kalten Jahreszeit. Hierbei die noch im Fahrzeugtank befindliche Menge an Sommer- oder Übergangsdiesel so gering wie möglich halten.

Wartungsvorschriften des Fahrzeugherstellers, insbesondere die Wechselintervalle des Kraftstofffilters, sind zu beachten. Grundsätzlich ist empfehlenswert, im Rahmen der Wintervorbereitung routinemäßig den Filter zu wechseln, das Filtergehäuse zu trocknen und das Kraftstoffsystem zu entwässern. Weiterhin ist die Batterie auf einwandfreie Funktion zu prüfen.

Fahrzeug, wenn möglich, kälte- und windgeschützt abstellen. Das Abstellen eines Fahrzeugs bei extremer Kälte über längere Zeit kann sich negativ auf die Betriebsfähigkeit auswirken. Insbesondere starker Wind führt zu einer schnellen Auskühlung des Fahrzeuges.

Bei der nachträglichen Zugabe von Fließverbesserern sind die Freigaben der Fahrzeughersteller und die Empfehlungen der Additivhersteller zu beachten. Die Wirksamkeit weist eine Schwankungsbreite auf und ist abhängig von der Art und Zusammensetzung des jeweiligen Dieselkraftstoffes. Für eine optimale Wirkung muss die Zugabe zu dem noch klaren und nicht zu kaltem Dieselkraftstoff (ca. 0 bis + 5 Grad Celsius) erfolgen. Eine Beimischung nachdem sich bereits Paraffinkristalle gebildet haben, ist nicht mehr zielführend.

Eine Zumischung von Ottokraftstoff zum Dieselkraftstoff darf unter keinen Umständen erfolgen, weil dadurch kostspielige Schäden an der Einspritzanlage verursacht werden können und außerdem der Flammpunkt signifikant
abgesenkt wird.

Eingelagerter Dieselkraftstoff aus Vorratsbehältern (Kanister), dessen Kältefestigkeit unbekannt ist, sollte nicht verwendet werden.

Kommt es trotz aller Vorbeugemaßnahmen zu einem Ausfall, hilft nur das Erwärmen des Fahrzeuges bzw. des Kraftstofffilters, z.B. an einem warmen Ort oder durch Nachfüllen von warmem Dieselkraftstoff – jedoch niemals mit offener Flamme! Hilfreich ist auch der Wechsel des zugesetzten Kraftstofffilters.

Weitere Informationen erhalten Sie unter 06894-52072

Quelle: Institut für Wärme und Oeltechnik e. V. (IWO)